„Was ist richtiger Islam?“

Sonntag, 6. Dezember 2009

Ich möchte euch, leider etwas verspätet, nunmehr den Beitrag zur Diskussion nach dem Vortrag von Mina Ahadi nachreichen.

In der Diskussion, in der sich besonders muslimische Zuhörer einbrachten wurde besonders die Abtrennung vom Islam und von islamischen Regimen, wie im Iran vorherrschend, thematisiert.

Hitzig wurde die Diskussion schon recht frühzeitig, als ein nicht muslimischer Zuhörer im Allgemeinen für eine offenere Gesprächskultur und gegen eine „Käseglocke“ für den Islam in öffentlichen Diskussionen warb und dabei festhielt, der Koran wäre ein Sprengstoff. Hier rief ein muslimischer Zuhörer ein, wo dies denn der Fall sein soll, die Behauptung würde nicht stimmen. Daraufhin antwortete Mina Ahadi, dass es in der Tat eine schwierige Diskussion sei, die aber normal sein sollte. Es müsse ihr erlaubt sein, den Koran als Horrorbuch bezeichnen zu dürfen und warf sodann den Medien vor, aus Angst vor dem Buch vor Diskussionen zurückzuschrecken.

Dass sich in den öffentlichen Medien der Islam durch eine Art Käseglocke geschützt wissen will, ist leider in der Tat erkennbar. So wurde bereits in dem Fall von Wikipedia, die ein Bildnis von Mohammed zeigten, der Aufschrei groß, dass hierdurch die Gefühle der Muslimen verletzt sei (vgl. hier). Hier wurde auch versucht, islamische Regeln der Allgemeinheit, auch Nichtmuslimen, aufzuerlegen. Insofern ist dem Fragenden zuzustimmen, die Käseglocke muss weg, es muss frei diskutiert werden dürfen, ohne Drohungen und Verbote. Sofern es um den Koran als Buch geht, muss allerdings in der Tat Sachlichkeit gefordert werden, ergo am Inhalt festgehalten werden. Im Gegensatz muss allerdings, das mein ich Allgemein, von Theisten auch Sachlichkeit gefordert werden, wenn es um transzendente Fragen geht, die allerdings auch regelmäßig fehlt.

Allerdings machen auch die Anhänger an ein jeweiliges Buch, bei der Bibel ist es nicht ungleich, eine sachliche Diskussion um den Inhalt des Buches faktisch unmöglich. Die Diskussion über die Hintergründe, ergo ob Gott überhaupt existiert und die Worte wirklich von ihm kämen, ist wieder ein anderes Thema. So hieß es auch in der Diskussion, dass man das jeweilige Buch auf verschiedenste Weise auslegen kann. Ein Wort im Arabischen, hat ein Zuschauer, der Mina Ahadi gar als Hasspredigerin bezeichnete, eingewandt, habe 20 verschiedene Bedeutungen im Deutschen. Hmm, wie kann er sich denn dann sicher sein, dass er die richtige Auslegung hat? Der richtige Islam würde, entgegen der Behauptungen seiner Kritiker, keinen Zwang kennen. Da kam natürlich die berechtigte Frage von Mina Ahadi: „Was ist richtiger Islam?“ Man könne das nicht lesen, also kann man es nicht kritisieren. Ein Zuschauer zitierte auch eine Soll-Vorschrift aus dem Koran. Daraufhin hieß es, „soll“ heißt nicht „muss“. Allerdings muss man kein Jurist sein, um zu wissen, dass es auch kein „kann“ ist, sondern schon eine gewisse Verbindlichkeit aufzeigt.
Es stellt sich wirklich die Frage, wie man sachlich über den Inhalt eines Buches argumentieren soll, wenn er willkürlich ausgelegt werden kann? Und was würde außerdem eine Vorschrift nutzen, wenn Gott/Allah/werauchimer, so existent, sich absolut nicht dafür interessiert, ob die Regel eingehalten wird?

Mina Ahadi wurde auch gefragt, warum sie auf einer so populistischen Art vorgeht. Sie begründete dies mit der hohen Aktivität der anderen Seite. Daher muss Aktivität entgegengehalten werden. Es braucht natürlich eine gewisse Medienwirksamkeit. Der IBKA mag zB auch gute Arbeit leisten, aber öffentlich wahrgenommen habe ich diese außerhalb von ibka.org, hpd.de und Twitter noch nicht. Ein Otto-Normalverbraucher erfährt hiervon nix, er erfährt nur, was die Religionen wollen. Will man gegen Vorgänge, die von allen Seiten unkritisch gefördert werden, vorgehen, muss man auf sich aufmerksam machen.

Auf die Frage nach islamischen Religionsunterricht äußerte Mina Ahadi Kritik gegen die deutsche Regierung, hier werde den islamischen Organisationen geholfen. Sie hat mit ihrer Kritik an den Islamunterricht an staatlichen Schulen recht, hier werden Kinder nach der Gesinnung der Eltern an den Schulen getrennt, es wird übereinander statt gegeneinander gesprochen (vgl. zB auch hier). Konsequenterweise muss aber konfessioneller Religionsunterricht allgemein angegriffen werden. Egal ob christlicher, jüdischer oder islamischer Unterricht, hier wird beeinflussbaren Kindern eine Religion durch den Staat, der eigentlich zur Neutralität verpflichtet ist, indoktriniert.

Ich musste die Diskussion, da mir unwohl wurde, vorzeitig verlassen. Später wartete ich vor der Tür auf das Ende der Veranstaltung und konnte dabei noch einen Einwurf einer Zuschauerin aufschnappen, leider nicht die Reaktion von Mina Ahadi.
So wurde dem Laizismus vorgeworfen, er wäre gegen die Religionsfreiheit, weil er das Tragen des Kopftuches verbieten würde.
Nun, diese Argumentation zeigt bereits auf, dass sich Privilegien bereits als Normalzustand verankert haben. In unserer Schule durften wir keine Kopfbedeckung tragen. Mir wurde einst empfohlen, später bei der mündlichen Prüfung erst gar nicht mit meiner Mütze (die die Aufschrift NX-01 trägt und auch für mich gewisse Verbundenheit symbolisierte) zu erscheinen. Vor Gericht ist jede Kopfbedeckung abzunehmen. Wir werden ständig aufgefordert, Kopfbedeckungen abzunehmen. Auf Bilder für den Pass sind Kopfbedeckungen eigentlich unzulässig. Wenn alle die Kopfbedeckung abnehmen müssen, dann sollen bitte auch alle die Kopfbedeckung abnehmen. Wenn man einer Gruppe gestattet, die Kopfbedeckung zu tragen, dann muss man allen gestatten, Kopfbedeckung zu tragen. Es ist ein Sonder- und Vorzugsrecht, wenn ein Lehrer, während er Schüler 1 ermahnt, er soll seine Kopfbedeckung abnehmen, den daneben sitzenden Schüler 2 das Tragen der Kopfbedeckung gestattet, weil die Eltern eine unbewiesene Behauptung in den Raum werfen.
Dabei ist mE das Kopftuch noch relativ nebensächlich. Am allerschlimmsten sind diejenigen Privilegien, die religiösen Organisationen eingeräumt werden. Da kämpfen die Kirchen einerseits für die Sonntagsruhe, während ihnen selbst die größte Störung der Sonntagsruhe eingeräumt wird. Wird ein Arbeitnehmer nicht ganz so toll behandelt, wird das sofort öffentlich kritisiert, außer der Arbeitgeber heißt Kirche. Und es hilft der Neutralität nicht, wenn weitere Organisationen auf das hohe Ross der Kirchen hochgesattelt werden. Nein, wir brauchen eine klare Trennung, alle müssen vom hohen Ross runtergeholt werden.

Wie Mina Ahadi öfters forderte, sollten wir uns nach den Menschen richten, nicht nach Religionen.


zum Koalitionsvertrag, part 1: Religion

Samstag, 24. Oktober 2009

Der Entwurf(!) des Koalitionsvertrages ist verfügbar. 6137 Zeilen auf 124 Seiten. Im Vergleich zum Wahlprogramm der Union, welches fast nur aus ein paar leeren Floskeln bestand, ist der Koalitionsvertrag doch mit reichlich Text bestückt. Klar, dass ich den nicht komplett in einem durchgehen kann. Ich werd mir daher einige Themen rauspicken, zu denen ich mein Senf dazugeben möchte, und peau a peau in nächster Zeit meine Gedanken dazu offenbaren. Beginnen möchte ich – wer hätte es geahnt – mit dem Thema Religion.

Religionsgemeinschaften
Den Christlichen Kirchen kommt eine unverzichtbare Rolle bei der Vermittlung der unserem Gemeinwesen zugrunde liegenden Werte zu. Wir wissen, dass auch andere Religionen Werte vermitteln, die einen positiven Einfluss auf unsere Gesellschaft haben. Wir achten alle Religionszugehörigkeiten. Besondere Verantwortung tragen wir für die jüdischen Gemeinden als Teil unserer Kultur. Wir werden den Dialog mit den Kirchen, Glaubensgemeinschaften und religiösen Vereinigungen noch stärker betreiben. (Z. 4278 – 4286)

Im Wahlprogramm der Union gab es nur wenige Themen, bei denen Tatsächlich Stellung genommen wurde. Das völlig fehlerhafte und antiquierte Verhältnis zur Kirche war so eines. Und das wurde in den Koalitionsvertrag übernommen. Vereinbart wurde also die Knechtschaft der negativen Religionsfreiheit, Ignorierung der Neutralitätsverpflichtung, Verdrehung der Geschichte und vor allem Förderung von unbewiesenen und unwahrscheinlichen Geschichten als Wahrheit.

Unsere Werte mussten gegen die Kirche erkämpft werden. Werte gehören von neutralen Stellen vermittelt. Es kann nicht angehen, dass Institutionen, die mit jahrhunderte überholten Dogmen daherkommen, unsere Werte beeinflussen sollen. Unsere Werte kommen von uns.

Und wem es noch nicht aufgefallen ist: Über 1/3 der Deutschen, nämlich die Konfessionsfreien, werden von der Koalition unterm Teppich gekehrt. Als gäbe es keine Menschen, die die Übermachtung der Kirchen kritisieren oder gar die Existenz dieses unbewiesenen Fabelwesens anzweifeln. Mit religiösen Vereinigungen soll gesprochen werden. Wie im Weiteren festgeschrieben ist, soll so auch ausdrücklich die Deutsche Islam-Konferens fortgesetzt werden. Nun gibt es in Deutschland zigfach mehr Konfessionsfreie als Moslems. Warum wird mit den islamischen Verbänden ausdrücklich gesprochen, während Verbände, die sich für Konfessionsfreie und Atheisten einsetzen, nicht einmal erwähnt werden? Was hier geschaffen wird, ist die Einführung und Festigung von Religionen im Staat. Aber keine Religion gehört in den Staat, der Staat hat neutral zu bleiben.

Es ist schon ein Aberwitz, dass Voraussetzung für Gehör bei der Bundesregierung in diesem Bereich scheinbar unbewiesene und unwahrscheinliche Behauptungen sind. Ob wenigstens die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters gehört wird? Das FSM ist, wie das IPU, Xenu, Elfen genauso unbewiesen und unwahrscheinlich wie Gott oder oder Ba’al. Aber auch hier wird die Regierung wohl Rosienenpickerei betreiben…

Also dieser Abschnitt im Koalitionsvertrag macht eines klar: KORSO muss gestärkt werden, damit auch die Konfessionsfreien von dieser blinden Regierung wahrgenommen werden, irgendwann die ganzen Sonder- und Vorzugsrechte verschwinden und Staat und Kirche getrennt werden. Keine Religion oder Weltanschauung darf bevorzugt oder bevorteilt werden.


Der Bus kommt

Montag, 15. Juni 2009

Nachdem alle Verkehrsunternehmen sich weigerten, die Botschaft der Buskampagne zu tragen, tourt ein gemieteter Doppeldecker durch Deutschland. Und heute war es soweit, er erreichte Erlangen.

Bus-KreuzungDSC00793 Es war gut anzusehen, dass endlich einmal eine Antwort in die Öffentlichkeit getragen wurde, eine Antwort auf die allgegenwärtige religiöse Propaganda. Überall bekommt man aufgedrückt, es gäbe einen Gott, man muss dran glauben oder man wird dran glauben. Endlich gibt es auch mal eine Antwort: Nein, es gibt keinen Gott, also last uns in ruhe.

Mit etwas Verspätung erreichte der Bus Erlangen. Nachdem ich den Begleitwagen gesehen hatte, bin ich in der Richtung gelaufen, aus der dieser kam und habe dort auf den Bus gewartet, wollte ich ihn rechtzeitig sehen. Nach einigen Minuten warten erblickte ich ihn dann auch an einer Kreuzung. Als er an dieser Kreuzung an mir vorbeifuhr, das war der allerbeste Augenblick dieses Abends, war das doch der Moment, wo ich den Bus dort gesehen habe, wo er mE am besten seine Antwort verkünden kann: auf der Straße. Nachdem er sein Ziel erreicht hat, wurde der Bus von einem Linienbus weggehupt, sodass er erst einmal noch durch Erlangen fahren musste, bevor er seinen Stand endgültig erreichte, was allerdings nur von Vorteil sein konnte.

Während dieser Zeit allerdings nicht von mir gesehen waren die missionarischen Verfolger. Der Bus wird nämlich von einrem Reisebus mit christlichen Gedanken begleitet. Aber da ich ihn nicht finden konnte, scheint er keine Zeichen von oben bekommen zu haben⸮ Dieser Bus trägt die Aufschrift „Und wenn es ihn doch gibt…“. Nun, was soll man sich unter „…“ vorstellen? „…dann schmorrt ihr in der Hölle“ „…dann ist es auch egal“ oder was?
Nun, man kann ihnen einen sprichwörtlichen Strick draus drehen, denn man kann deren Frage auch gegen sie verwenden:
„… dann betet ihr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den falschen an.“ Es gibt Millionen von Götter, die sich die Menschen ausgedacht haben und noch ausdenken werden. Wieso sind die sich so sicher, dass, wenn es ihn gäbe, sie gerade den richtigen anbeten?
„… dann habt ihr das schwerwiegendere Rechtfertigungsproblem.“ Ja, Religion hätte ein großes Problem, wenn es wirklich einen lieben Gott gäbe. Wenn da jemand kommt und sagt, „es gibt keine Anhaltspunkte dafür, also gibts das nicht“, dann braucht Gott – bildlich gesprochen – nur seinen Personalausweis hinlegen, woraufhin man sich entschuldigt und seine Existenz fortan nicht mehr anzweifelt, und die Sache ist gegessen, schließlich konnte man es nicht besser wissen. Was ist aber mit den Religionen? Sie haben Gott viele furchtbare Dinge in den Mund gelegt, die man nicht so einfach vergessen oder entschuldigen könnte.
„Und wenn es ihn doch gibt…“ dann haben die ein großes Problem. Denn wie Michael Schmidt-Salomon einst sagte: „Das stärkste Argument gegen Gott wäre – der Beweis seiner Existenz“.

Aber wir wissen ja, solange die Gott nicht beweisen, gibt es ihn genausowenig wie Feen, Schlümpfe, das fliegende Spaghettimonster, das unsichtbare rosafarbene Einhorn, die himmlische Teekanne, Hans, Ba’al, Xenu, Zeus, Gaga Gugelhurz etc. pp. Folglich: „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott. Werte sind menschlich, auf uns kommt es an.“


Freiheit der Unfreiheit

Mittwoch, 18. März 2009

Die Kampagne „Pro Reli“, die in Berlin für eine staatliche Indoktrination von Religion bei Kindern eintritt, beginnt heute ihren Kampf für die Volksabstimmung über ihr Gesetzesentwurf. Dabei kommen sie mit dem heuchlerischen Slogen „Gleiche Feiheit für Berlin“.

Was für eine „Freiheit“? Solche Freiheit:
Freiheit davor, in der Schule miteinander reden müssen; Freiheit, in der Schule übereinander herziehen zu können. Freiheit davor, dass Heranwachsene ein allgemeines Wissen erlangen um sich später eine eigene Sicht bilden zu können. Letztendlich ist es nur Freiheit vor Fakten.

Nein, das, was „Pro Reli“ will, ist keine echte Freiheit, jedenfalls keine Freiheit der Kinder.  Es ist allesnfalls die Freiheit, die Unfreiheit zu wählen, was dann auch meist von den Eltern bestimmt wird. Es ist wiedermal nur die Freiheit der Kirchen, im Staat weiter Fuß zu fassen. Es ist wieder nur ein Medium der Kirchen und fundamentalistischer Eltern, ihre völlig unbewiesenen und völlig unwahrscheinlichen Behauptungen beeinflussbaren Kindern besser als Wahrheit indoktrinieren zu können.

Staat und Kirche gehören getrennt! Die Begünstigung der Kirchen hat unweigerlich die Benachteiligung aller Konfessionsfreien zur Folge.

Deshalb: Liebe Berliner, am 26. April NEIN zum Gesetzesentwurf von Pro Reli. NEIN zur getarnten Unfreiheit.


Trennung von Staat und Kirche überdenken?

Samstag, 13. September 2008

Der Papst befindet sich ggw. auf Frankreichreise. Bei seinem Treffen mit dem französischen Präsidenten Sarkozy hat er auch angebracht, man müsse über den Sinn und die Bedeutung der Trennung von Staat und Kirche in Anbetracht der kulturellen Verflechtung neu nachdenken, berichtet die Tagesschau. In Frankreich ist die Trennung von Staat und Kirche in der Verfassung verankert. Nichtsdestoweniger wäre ihm nach die Kirche für die Herausbildung eines „ethischen Grundkonsens innerhalb der Gesellschaft“ hilfreich. Und auch der französische Präsident stimmt dem zu und möchte über ein staatlich-kirchliches Verhältnis nachdenken.

Die Opposition in Frankreich bringt es auf den Punkt: Religion ist Privatsache, die Regierung habe die Laizität sicherzustellen.

Was der Papst und der frnz. Präsident wollen ist nicht nur die Abschaffung der Trennung von Staat und Kirche, sondern die Abschaffung der Religionsfreiheit schlechthin. Ich wiederhole mich, wenn ich sage, in dem Moment, in dem der Staat eine (oder mehrere) Religion(en) irgendwie bevorteilt, benachteilt er alle andere Religionen, aber auf jeden Fall die Nichtgläubigen. Der Papst kämpft wieder nur für eines, und wieder macht der Staat mit: Sonder- und Vorzugsrechte für die Kirche. Ich kann nur auf vorhergegangene Einträge verweisen, in denen ich diese kritisiere.

Wer gibt Herrn Sarkozy das Recht, Einfluss auf die Weltanschauung eines jeden Bürgers zu nehmen? Die Demokratie? Nein! Der Glaube und die Ablehnung desselben ist eine höchstpersönliche Angelegenheit, der nicht mittels einer Mehrheit festgelegt werden kann. Auch kann keine Mehrheit bestimmen, was wahrscheinlich und was unwahrscheinlich ist. Keine Mehrheit darf bestimmen, dass jedem Bürger eine Weltanschauung nahegelegt wird.
Alles, was man in Weltanschauungsfragen tun kann ist, mit schlüssigen, belegten Argumenten, die nicht schlüssig widerlegt werden können, eine andere Person zum Nachdenken anzuregen (was bei Fundamentalisten jedoch zum Scheitern verurteilt ist, weil die eine heilige Schrift über Beweisen stellen), man kann ihm nicht mittels Verordnung oder sonstwie ein Ergebnis vorgeben. Die Kirche will aber nur Zweiteres, denn Beweise gibt es für ihre Geschichten keine.