Freitag, 1. August 2008
Beim IBKA hab ich gerade einen Artikel gelese, wonach die Grünen in Bayern gegen Kreuze in Schulen wären. Natürlich gab es hierauf von allen Seiten Protest, von der CSU, wen verwunderts, aber auch von der SPD. Aber insbesondere die Kirchen haben aufgeschrien, wollen sogar einen Verstoß gegen die Religionsfreiheit und die Verfassungswidrigkeit sehen. Daraufhin haben die Grünen leider zurückgerudert.
Ein Kruzifixverbot in den Schulen verfassungswidrig und gegen die Religionsfreiheit? Können diese Theisten nicht mehr klar denken? Wo ist an der Beseitigung von Sonder- und Vorzugsrechten ein Verstoß gegen die Religionsfreiheit und Verfassung zu sehen? Nein, es ist ein Verstoß gegen die Religionsfreiheit, gegen die Verfassung ja es ist sogar menschenverachtend, wenn der Staat in Bildungseinrichtungen für beeinflussbare Kinder eine Religion ganz klar bevorzugt und ihnen einen Glauben als Wahrheit eintrichtert. Ich hatte mich bereits einmal gegen Kreuze in Schulen ausdrücklich ausgesprochen (hier). Aber nein, die Kirche hat ja überall Sonder- und Vorzugsrechte, nur sie darf alles, sie hat die Macht. Will irgendwer ihnen ihre Sonder- und Vorzugsrechte aberkennen, die sie sich unrechtmäßig ergaunert haben, schreien sie auf. Vielleicht sollten endlich Symbole von Scientology in den Schulen angebracht werden, damit die Kirche endlich mal merkt, was für Forderungen sie stellt, wenn sie selbst Sonder- und Vorzugsrechte haben will. Nein, KEINE Religion darf auch nur ein einiges Sonder- oder Vorzugsrecht haben. Sobald eine einzige Religion ein Sonder- oder Vorzugsrecht hat, sobald der Staat eine Religion auch nur ein bisschen bevorzugt, wird die Menschheit, insbesondere Andersdenkende, mit Füßen getreten.
Ich habe es gefordert und fordere es weiterhin: Schluss mit den Sonder- und Vorzugsrechten für Kirchen! Es kann nicht angehen, dass jemand, der eine unbewiesene Behauptung in den Raum wirft, mehr Rechte hat und noch mehr Rechte bekommt, als jemand, der unbewiesene Behauptungen zurückweist. Ich finde es daher bedauerlich, dass die Grünen zurückrudern. Aber von einer Partei, die auch mit religiösen Geschichten Werbung macht, konnte ich leider nichts anderes erwarten.
Also sprach Maik
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Politik, Religion | Mit Tag(s) versehen: Die Grünen, Kreuz, Sonder- und Vorzugsrechte |
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Verfasst von maiktrek
Sonntag, 2. März 2008
Heute sind die Kommunalwahlen in Bayern. Ich bin natürlich wählen gegangen. Zu meinem Bedauern lag die Wahlbeteiligung gegen 14:15 bei erst 25% in meinem Wahlbezirk. Die Wahl ist ein wertvolles Element der Demokratie. Und auch wenn es „nur“ Kommunalwahlen sind, niemand sollte seine Stimme wegwerfen.
Mein Wahllokal war in einer Volksschule. War ungewohnt, mal wieder einen Klassenraum zu betreten. Aber was fand ich dort unübersehbar über der Tür? Ein Kreuz. Ja, ich musste unterm Auge der Kirche wählen… aber ich hab trotzdem der CSU nicht eine einzige meiner Stimmen gegeben.
Ich finde es inakzeptabel, dass in einem Öffentlichen Gebäude eine Religion propagiert wird. Der Staat hat sich aus der Religion rauszuhalten. Aber solange sich Kirchen in den Staat einmischen, wird dieser weiter eine Religion weiterreichen.
Ich selbst kann mir meinen Teil denken und mich ganz einfach nicht von dem Kreuz beeinflussen lassen. Aber es geht ums Prinzip einerseits und andererseits, noch wichtiger, um die Kinder, kleine Grundschulkinder, 6-10 Jahre, die noch leicht beeinflussbar sind.
Warum ein Kreuz und kein großes A oder ein flugzeugähnliches Raumschiff oder ein Haufen Spaghetti mit Fleischklößchen oder ein Halbmond oder ein dicker Mensch…? Nein, keines solcher Zeichen gehört in einen Klassenraum. Kindern darf keine Religion aufgezwungen werden. Für solche beeinflussbare Kinder, die jeden Tag dieses Kreuz sehen müssen, wird dieses und der damit verbundene Glaube so normal wie das Amen in der Kirche (und das leider nicht metaphorisch gemeint) und später werden sie nichts anderes kennen und können nicht anders, als selbst daran zu glauben.
Insbesondere Kinder von Eltern anderer Religion (ja, es gibt keine „christlichen Kinder“ sondern nur „Kinder christlicher Eltern“, weil Kinder das noch gar nicht verstehen können. Sie machen das, was die Eltern sagen) werden durch dieses Kreuz regelrecht beleidigt. Sind sie an der Schule nicht willkommen? Sind nur Christen geachtet? Selbst das BVerfG hat Kreuze in Volksschulen (und auch Gerichte) abgelehnt.
Meine Forderung ist klar: Raus mit den Kreuzen aus den Schulen (aus Grichtssälen bitte auch)! Der Staat darf keinem Kind einen Glauben indoktrinieren.
Ihr, Euer
M a i k
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Religion | Mit Tag(s) versehen: Indoktrination, Kreuz, Religion, Schule, Wahl |
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Verfasst von maiktrek