The OUT Campaign

Samstag, 23. Februar 2008

Die Nacht habe bin ich mal wieder durchs Internet gezogen und mehr oder weniger zufällig auf den Blog Brights - Die Natur des Zweifelns gestoßen. Dort begegnete mich neben interessanten Beiträgen einOutCampaign.org großes A. Hinter diesem A versteckte sich “The OUT Campaign” des von mir bereits geschätzten Richard Dawkins. Auf diese Kampagne möchte ich nun eingehen. Es ist eine Kampagne für Atheisten.

Richard Dawkins beschreibt die Kampagne damit, dass die Atheisten, insbesondere in den USA, analog zu den damaligen Homosexuellenbewegungen, herauskommen sollen. Es soll unter anderem gezeigt werden, dass wir nicht wenige sind. Es soll dadurch der Effekt eintreten, dass Atheismus nicht mehr als was Sonderbares, sondern als was Normales angesehen wird.
Diese Kampagne will ich nun ein wenig vorstellen, wobei ich mich bei den allgemeinen Ausführungen jeweils nach dem englischen Original richte:

COME OUT
Es gibt mehr Atheisten als man denkt. Kommt heraus! Ihr werdet euch frei fühlen und andere mit eurem Beispiel auch zum “coming out” animieren, wobei jeder Zwang selbstverständlich fernbleiben muss.
Dazu kann ich nur eines sagen: Ich bin ein Atheist.

REACH OUT
Durch die Kampagne soll gezeigt werden, dass ihr nicht alleine seit. Das ist auch ein Weg, Gleichgesinnte zu finden. Gemeinsam können wir die abgedroschenen Ansichten über den Atheismus bekämpfen. Zeigen wir der Welt, dass wir uns nicht in den Schatten stellen lassen.
Es gibt viele irrige Annahmen über den Atheismus. Zusammen können wir den Atheismus in ein besseres, wahres Licht rücken.

SPEAK OUT
Immer mehr Menschen treten dieser Kampagne bei. Wir kommen aus verschiedenen Schichten, haben verschiedene Abstammung. Aber wir sind ebenso Eltern, Kind, Mensch. Wir sind gute Freunde, gute Mitbürger. Trotzdem haben wir keinen Bedarf an Übernatürlichem.
Ich kämpfe für Freiheit, gegen Unterdrückung. Ich mach das, ohne dass mir das ein höheres Wesen das erst vorschreiben muss. Sagt, dass eure guten Taten von euch kommen, nicht von einem übernatürlichen Wesen.

KEEP OUT
Es ist wichtig, dass unsere Stimme überall erschallt, um entgegenzuwirken, dass sich Religionen überall einmischen, und so zB in den Schulen unseren Kindern etwas aufzwingen wollen. Das Übernatürliche muss aus aus unseren moralischen Prinzipien und der öffentlichen Politik herausgehalten werden.
Es kann nicht angehen, dass in Schulen und Gerichte Kreuze aufgehangen werden. Wir müssen widersprechen, wenn uns ein Ministerpräsident für das Ablehnen seines Gottes ins Gefängnis stecken will. Politik und Gesellschaft muss von uns Menschen gemacht werden, nicht von Gott oder Zeus oder dem fliegendem Spaghettimonster.

STAND OUT
Durch zB Aktivitäten der OUT Kampagne müssen wir hervorstechen.
Ich bin froh, dass ich durch diesen Beitrag vielleicht ein klein wenig hervorstechen und damit der Kampagne helfen kann.

Zwar kann man sich in Deutschland leichter als Atheist “outen”, aber ich fühle mich trotzdem im Vergleich zu Theisten schlechter behandelt. Drum ist die OUT Kampagne auch hierzulande nicht überflüssig. Wir müssen mehr werden.
Wie viele Atheisten gibt es, die sich als Theisten “tarnen” bzw. zumindest Dritte im falschen Glauben lassen? Ich kenn einige. Umso erfreuter bin ich, dass einer davon mir mitteilte, er habe jetzt die “Tarnung” aufgegeben.

Ihr, Euer
M a i k


“Der Gotteswahn”

Donnerstag, 24. Januar 2008

Heute wurde ich um 13:30 von einer SMS geweckt. Ich konnte meine Sendung aus der Packstation holen. Endlich war es da, meine erwartete Bestellung:

Richard Dawkins
Der Gotteswahn
Der Gotteswahn

Ich bin selbst erst auf Seite 63 von weit über 500. Aber jetzt schon finde ich das Buch sehr gut. Dawkins hinterfragt die Religionen, geht auf Argumente, die angeblich für Gott sprechen sollen ein und legt Argumente, die einem Gott widersprechen auf den Tisch. Außerdem beschreibt er, was Religionen schon alles angerichtet haben und widmet ein Kapitel dem Thema “Kinder und Religion”.

Ich kann das Buch jedem Atheisten anempfehlen, der Unterstützung sucht, aber auch jedem Theisten, der Hilfe braucht, die Ketten der Unterdrückung zu sprengen.

Ihr, Euer
M a i k