Die Innenminister wollen Killerspiele verbieten. Dieser pure Aktionismus, den Politiker an den Tag zeigen, tut mittlerweile echt weh. Nur, damit die Politiker sagen können „Wir haben etwas getan“ werden Hau-Ruck-Aktionen durchgeboxt, die nichts bringen und nur schaden.
„Amokläufer haben sich vor ihren Taten immer wieder mit solchen Spielen beschäftigt.“, so Schünemann von der CDU. Diese Begründung ist natürlich absolut unumstößlich und rechtfertigt dieses harte Vorgehen⸮ Ich gehe jede Wette ein, die Amokläufer haben vor ihrer Tat auch Nahrungsmittel zu sich genommen. Ja sogar die größten Diktatoren der Geschichte haben sicher Nahrungsmittel zu sich genommen, aber keine sog. Killerspiele gespielt. Ich will nicht wissen, wie viele Menschen sog. Killerspiele spielen. Und nur, weil ein paar wenige plötzlich ausrasten, muss man alle, auch die ach so mündigen Erwachsenen, bevormunden? Wir haben in Deutschland bereits strenge Jugendschutzregeln. Wie wäre es denn, diese mal anzuwenden, statt mit der allgemeinen Verbotskeule zuzuschlagen?
Die Sache ist doch klar: Es geschehen schreckliche Ereignisse und die Politik sieht keine Lösung, will das aber nicht zeigen, also wird mal eben irgendwas gemacht, egal was, hauptsache es wird was gemacht, egal wie unsinnig.
Und dann ist die Politik mit dieser Aktion noch vollig widersprüchlich: Hier wollen sie Killerspiele verbieten und da wollen die exakt gleichen Politiker alle Männer (aber keine Frauen, so viel zur Gleichberechtigung) 9 Monate zu Killerspielen zwingen und sogar echte Waffen in die Hände drücken. Eine bahnbrechende Logik.
Aja, wann wird Cowboy und Indianer verboten? Kleine Kinder, die das Töten simulieren, und die dadurch den Respekt vor Leben verlieren, müssten am besten gleich weggesperrt werden, bevor sie irgendwann wirklich töten⸮




