Wie der Kurier Online berichtet, lehnt der Vatikan eine EU-Initiative ab, welche das Ziel hat, weltweit den Straftatbestand der Homosexualität abzuschaffen. Dadurch würde man neue Diskriminierung schaffen. So sagt der Vatikansprecher auch: „Länder, die die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Personen nicht anerkennen, könnten unter Druck gesetzt werden, sollte die UNO Frankreichs Dokument annehmen“.
Erst einmal: es ist ein Unterschied, die Ehe gleichgeschlechtlicher Personen zu befürworten oder abzulehnen auf der einen Seite und Personen mit homosexueller Neigung strafrechtlich zu verfolgen auf der anderen Seite. Ersteres hat mit Zweiterem null zu tun und ist daher nichts anderes als ein Scheinargument, um Wahnvorstellungen durchzusetzen.
Ich finde es unerört, einen Menschen nur zu bestrafen, uU auch mal mit dem Tode, weil er andere private Vorlieben hhat, als es sich der Vatikan wünscht. Wie würde der Vatikan reagieren, wenn ein Staat die Todesstrafe dafür verhengt, dass jemand privat Freude darin zu finden, an einen Gott zu glauben? Der Papst wäre der erste, der aufschreien würde. Natürlich, sind dadurch die Jünger des Vatikan betroffen. Aber Homosexualität ist bei den Katholiken ja tabu, also ist die Bestrafung von Personen, die eine andere Niegung haben, völlig ok. Natürlich, der Vatikan darf Nichtmitgliedern seine Moral aufzwingen, aber wehe jemand wagt es, auch nur ein Wort gegen den Vatikan zu sagen. Niemand zwingt den Papst mit einem Mann zu schlafen.
Es ist ein Zeugnis von Menschenverachtung, wenn man die Bestrafung, auch durch Tode, von jemanden, der einfach nur eine andere Neigung in seiner intimsten Sphäre hat, befürwortet und Kritik hiergegen auch noch tabuisiert. Inquisition 2.0 in mittelbarer Täterschaft.
Iher/Euer
Maik




