Heute bekam ich einen Dicken Briefumschlag von der Post, in dem meine gelagerten Postsendungen zugestellt wurden. Darunter war ein Brief von meiner Uni. Nach meiner Rückmeldung, das heißt nach Zahlung von 592€ (das jedes Semester), habe ich meine Unterlagen für das folgende Semester erwartet. Aber Der Brief bestand nur aus einem Schreiben. Darin steht, kurz gesagt, dass die Verwaltung auf Online umgestellt wird, dass man jetzt alles über einen Online Account macht. Schön und gut, ist toll, wenn man von zu Hause aus direkt einen Antrag online stellen kann. Nur hatte ich nach meiner Einschreibung damals nie die Notwendigkeit für irgendwelchen großen Verwaltungskram gehabt (außer Prüfungsanmeldungen innen Briefkasten werfen). Wenn man doch mal was braucht, wär es kein Problem gewesen, mal zur Verwaltung zu gehen, man muss ja eh in die Uni. Aber ok.
Nicht Ok ist jedoch, dass wir jetzt unsere Immatrikulationsbescheinigungen, Studentenausweise, Bescheinigungen fürs Bafög-Amt pp. selber ausdrucken dürfen. Diese bekommen wir nicht mehr bequem per Post.
Der ein oder andere mag jetzt sagen, für die Uni kostet das sehr viel (was aber auch die Relation missachtet), für nen Studenten sind es nur n paar Cent zum Ausdrucken. Jedoch gebe ich folgendes zu Bedenken: Wir zahlen hier seit einiger Zeit Studiengebühren. Aber als wenn das nicht genug wäre, wir zahlen schon immer noch einen Semesterbeitrag von derzeit 92€. Daraus ergeben sich die oben genannten 592€ pro Semester. Der Semesterbeitrag besteht aus einem Verwaltungskostenbeitrag von 50€ und der Studentenwerkbeitrag von 42€. Und das allerbeste ist, dieser Semesterbeitrag wurde letztes Jahr, nach Einführung der Studiengebühren, auch noch erhöht. Wir dürfen also seit letztem Jahr mehr bezahlen und jetzt wälzt die Uni auch noch Kosten auf uns ab. Übrigens, das Überweisungsformular, was niemand braucht, kommt weiter per Post. Man kann sich auch bei seiner Bank kostenlos ein solches Formular nehmen oder besser gleich das Terminal und viele nutzen eh Online-Banking. Da wird also umsonst von der Uni Porto und Tinte verbraucht. Sollen die uns lieber weiter die Bescheinigungen per Post schicken.
Ich erwarte jetzt von der Uni dafür, dass sie den Service in der Verwaltung stark abbaut, dass sie auch stehenden Fußes die Beiträge für die Verwaltung schön senkt. Ich will nicht für eine Verwaltung mehr zahlen, die mir weniger bietet.
Also sprach Maik
Nachtrag:
Heute habe ich von einem Kommilitonen erfahren, dass bei seinem neuen selbstgedruckten, selbstausgeschnittenen und selbstzusammengebastelten Studentenausweis an der Kinokasse die Echtheit angezweifelt wurde. Gut, ich schließe nicht aus, dass das bei unseren alten selbstausgeschnittenen (aber da musste nix selbst gedruckt oder zusammengebastelt werden) Ausweisen auch passieren könnte, aber der wurde bei mir jedenfalls immer akzeptiert. Nichtsdestotrotz wäre ein Studentenausweis, der auch nach Ausweis aussieht (sonst wird einem überall Plaste hinterhergeworfen, nur von der Uni-Verwaltung nicht, obwohl wir natürlich ne extra Mensakarte und ne extra Kopierkarte aus Plaste haben, was man alles in einem Studentenausweis vereinigen könnte…), doch angebrachter als n Stück Bastelbogen…





Montag, 4. August 2008 um 11:43 |
Das schlimme dabei ist ja noch, dass die Politiker, die jetzt die Studiengebüren eingeführt haben, zu ihrer Zeit nicht einen pfenning zahlen mussten. Die haben (zurecht) alles bezahlt bekommen und jetzt führen die Studiengebüren ein. Dafür gibts nur ein wort: krank, verrückt und gehirnlos.
Wenn man in die Bildung seiner Kinder investieren will, sollte die eine Partei wählen, die dem ganzen unfug ein Ende bringen kann. Für freie Bildung für alle, nicht nur für die reichen: Die Linke.