Dieses Wochenende ist das sog. Christival in Bremen. Mit Seminaren und Workshops welche konservativ und missionarisch sind wird Gehirnwäsche an Jugendlichen betrieben.
Doch das schlimmste an der Sache ist: Familienministerin von der Leyen zahlt an diese Veranstaltung 250.000 Euro aus dem Staatshaushalt. Nein, nicht aus Kirchensteuern sondern aus allgemeinen Steuern wird diese Veranstaltung mitfinanziert. Das heißt, auch mein Geld und das von 1/3 der nichtchirstlichen (plus die Scheinchristen, die bisher nur am Austritt gehindert sind) Deutschen, insbesondere die, die andernorts auch nix bekommen, wie Atheisten, wird dafür eingesetzt, um etwas zu verbreiten, von dem wir wissen, dass es falsch ist.
Das heißt doch nix anderes, als dass der Staat eine Religion aktiv fördert und bevorteilt. Der Staat darf aber keine Religion fördern. Wieder das Paradebeispiel: Wenn der Staat die Verbreitung und Propaganda von Scientology aktiv fördern würde, würde auch die Christen auf die Barikade gehen und Rücktritte fordern. Aber kaum werden die Christen unterstützt, ist nix zu hören. Dass die Bundesregierung 1/3 (plus die Scheinchristen, die bisher nur am Austritt gehindert sind) der Deutschen, insbesondere die, die andernorts auch nicht unterstützt werden, wie Atheisten, regelrecht beleidigt, interessiert ja niemanden. Es sollte vielleicht wirklich Scientology mal finanziert werden, damit das Volk mal bemerkt, dass eine Regierung, welche eine (oder mehrere) Religion(en) unterstützt, alle anderen beleidigt und Glaube = Uniwissen als Wahrheit verkauft, ohne einen Funken von Beweis zu haben (Nein, soll es nicht wirklich, aber das würde vielleicht mal Augen öffnen…). Soll Frau von der Leyen glauben was sie will, sie hat aber kein Recht, ihren Glauben anderen ohne einen Beweis als Wahrheit zu verkaufen und das auch noch mit dem Geld Andersgläubiger. Wenn ich glaube, Peter Mustermann (Name frei erfunden) ist ein Mörder, werde ich sogar dafür bestraft, wenn ich das als Wahrheit verkaufe (Verläumdung).
Ich kann daher nur den Rücktritt auch dieser Ministerin fordern.
Ihr, Euer
M a i k





Sonntag, 4. Mai 2008 um 7:33 |
Leider ist das nicht das einzige Beispiel für die Finanzierung der Missionierung aus öffentlichen Mitteln. Man muss sich nur das Paradebeispiel des Religionsunterrichts ansehen, der insbesondere an Berufs- und Realschulen bzw. Gymnasien vollständig aus öffentlichen Mitteln finanziert wird. Auch Kirchen und Glaubenszentren werden zum Teil mit Steuergeldern finanziert. Wie Du richtig schreibst, haben Atheisten de facto nichts von alledem.
Man sollte vielleicht einmal Unsummen an Steuergeldern für humanistische und atheistische Zwecke bereitstellen. Ich denke da an regelmäßig gesendete aufklärerische Fernsehprogramme, an einen verpflichtenden Religions- und Weltanschauungsunterricht für alle Schüler (worin sämtliche Glaubensvorstellungen und Weltbilder kritisch hinterfragt werden; gleichzeitig sollte man den regulären Religionsunterricht von den Schulen verbannen – Schule ist ein Ort des wissenschaftlichen Denkens und des kritischen Hinterfragens und nicht des irrationalen Annehmen irgendwelcher Dogmen aus längst verstaubten Büchern), etc.pp.
Tja, es bröckelt eigentlich an allen Ecken und Enden, doch für die Aktionen des Klerus hat man offenbar immer finanzielle Mittel übrig. Und das im 21. Jahrhundert.
Donnerstag, 8. Mai 2008 um 3:50 |
Das aber gerade an der Religion festzumachen, ist aber nicht wirklich repräsentativ. Wir finanzieren und subventionieren in diesem Land doch so ziemlich alles und jeden – und jeder greift sich dann gerade die Zahlungen heraus, die ihm persönlich am wenigsten einleuchten.
Donnerstag, 8. Mai 2008 um 4:23 |
Das Problem bei Religion ist aber, dass hier mit unserem Geld finanziert wird, dass ein Glaube = Unwissen = Nichtwahrheit als Wahrheit verkauft wird. Und das ist nicht Aufgabe des Staates, ein Phantasiegebilde (und solange keine Beweise vorliegen, was nicht der Fall ist, ist es nichts anderes) als Wahrheit zu propagieren. Und nein, mir wäre neu, dass der Atheismus vom Staat auch nur einen einzigen Cent geschenkt bekommt, dass Veranstaltungen und Einrichtungen atheistischer Vereine zu 90% vom Staat finanziert werden würden, wie es bei der katholischen Kirche hingegen der Fall ist.
Natürlich, wenn das Arbeitsamt, jetzt Argentur, für 100.000€ n neues Logo kriegt, dann ist das auch Steuerverschwendung, aber da schreien alle auch auf, insbesondere der Bund der Steuerzahler. Wo ist aber das Aufschreien, dass ständig Milionen € allgemeiner Steuern an Religionspropaganda verschwendet werden? Ich höre nix. Eher wird in den Händen geklatscht und mehr gefordert, dass der Staat weiter fein unterstützt, Glaube = Unwissen = Nichtwahrheit als Wahrheit zu verkaufen. Wie gesagt, ich würde gern den Aufschrei sehen, wenn Scientology dermaßen Geld in den Rachen gesteckt bekommt…