Abartige Märchen
Man kann den Fernseher nicht einschalten, ohne damit bombardiert zu werden: “Der Papst feiert den Karfreitag-Gottesdienst.” (wobei natürlich kein Nachrichtensprecher auf die fehlenden Beweise der Aussagen des Papstes hinweist) oder andere Religionssendungen. Es nervt, bei jedem Feiertag, denen die Kirche ihren Stempel aufgedrückt hat - es bestehen mehr als nur Zweifel, dass Ostern ursprünglich überhaupt ein christlicher Feiertag war - überall mit den Geschichten zugeworfen zu werden, ohne den Funken eines Beweises für ihre Wahrheit.
Was gibt es da außerdem bitte zu feiern? Es geht hier schließlich darum, dass ein allmächtiger und allwissender Gott seinen eigenen Sohn auf qualvollster, menschenverachtenster Weise hat hinrichten lassen, es müsste also auf Gott geschimpft werden, statt ihm zu lobpreisen. Angeblich passierte es, um den Menschen von den Sünden zu befreien. Kann ein allmächtiger Gott das nicht, ohne einen abartigen Mord? Also entweder der Bibelgott ist nicht allmächtig oder er ist blutrünstig und gewalttätig. Aber diese Frage kann dahingestellt bleiben, denn es gibt ja gar keinen Gott und diese ganzen Geschichten, die der Papst heute mal wieder verkündet, sind nur Märchen.
Ihr, Euer
M a i k




Samstag, 22. März 2008 um 12:50 Uhr vormittags
Laizismus, Religionsfreiheit für alle
Gerade zu Ostern wird einem wieder deutlich, welchen Status das Christentum in unserer Gesellschaft hat – und alle ziehen mit, auch die Medien und der Staat. Kinder bekommen seltsamen Traditionen beigebracht, werden in Kirchen geschleppt und im Ferns…
Samstag, 22. März 2008 um 10:38 Uhr vormittags
Maik ich sehe das ähnlich wie du. Wir dürfen allerdings nicht vergessen, dass rund ein Viertel der Menschen an die röhmisch-katholische Kirche glauben. Und auch wenn, Ostern deiner Meinung nach falsch oder aus den falschen Gründen gefeiert wird dürfen wir nicht vergessen was es der Menschheit bringt.
Familien die wieder zusammensitzen und miteinander sprechen, glücklich sein, zusammen sein. Das sind Sachen die es immer weniger gibt. Es gibt auch Menschen (wie du und ich) die das nicht unbedingt brauchen, aber ich gönn es allen die es brauchen und es auch bekommen.
Samstag, 22. März 2008 um 11:51 Uhr nachmittags
Ja, aber aber was ist mit den Familien, die Ostern nicht zelebrieren, weil sie, obwohl nicht mal Christ, der christlichen Propaganda unterfallen sind und denken, das sei ein christlicher Feiertag und dürfen es deshalb nicht feiern?
Und der Hintergrund darf nicht außer acht gelassen werden. Christen behaupten, alles sei ach so gut. Selbst wenn die Märchen stimmen würde, die denken gar nicht, was der Feiertag aus ihrer Sicht bedeutet: menschenverachtende Qualen. Ja, Nichtchristen dürfen Ostern fein feiern. Christen, die müssten eigentlich zu Ostern, insbesondere Karfreitag, alles andere machen als feiern, weil ihre Religion zu Ostern angeblich eine abartige Tat vorgeschrieben hat.
Und: ich gönne jedem das fröhliche Zusammensitzen. Aber a) dafür sollte man keinen Feiertag brauchen, das sollte man immer wenn möglich machen. Genau wie man Liebe nicht nur zum Valentinstag zeigen sollte, sondern immer, wenn möglich. b) Christen dürfen trotzdem nicht vergessen, welch menschenverachtenden Hintergrund der Feiertag für sie haben soll.
Außerdem geht es auch darum, dass die Kirche mal wieder mehr als zweifelhafte Geschichten als Wahrheit verkauft, ohne einen Funken von Beweis zu erbringen.
Montag, 24. März 2008 um 3:38 Uhr vormittags
Im Prinzip sehe ich das genauso, wie du Maik. Jedoch muss man auch bedenken, dass die meisten - insbesondere Kinder - gar nicht wissen, was (angeblich) an Ostern passierte. Stattdessen glauben diese nämlich an einen Osterhasen, der in der Nacht die Eier bringt, was ja mit christlichem Glauben nicht wirklich etwas zu tun hat. Und ja, auch ich feiere Ostern, aber ehrlich gesagt ist es mir egal, was zu Zeiten Jesu angeblich an Ostern passierte und ich feiere Ostern auch nicht deswegen. Genausowenig gehe ich an Ostern in die Kirche. Dennoch ist es aber doch schön, wenn die Familie zusammentrifft und die Feiertage zusammen verbringt.