Schäuble will einen islamischen Religionsunterricht. So wie es katholischen, protestantischen und jüdischen Religionsunterricht gibt, soll es auch einen islamischen geben, wenn die Muslimen es wollen. Der Staat hat neutral zu sein und das damit anbieten.
Da versteht jemand Neutralität falsch. Neutral heißt, der Staat indoktriniert keine Religion. Aber das macht ein Religionsunterricht. Die Eltern dürfen jetzt nur eine weitere Religion aussuchen, die der Staat ihren Kindern unterrichtet. Und es kann ja nicht danach gehen, was die Muslimen wollen. Es kommt auf das Kind an und ein Kind kann keine Religion wollen. Ein Kind kann Religion nicht verstehen, ein Kind macht das, was die Eltern sagen. Und wenn die Eltern sagen, du besuchst den Islamunterricht, wird es das machen und dann wird das Kind nicht nur von Zu hause, von der Religionsgesellschaft sondern auch vom Staat indoktriniert. Wie soll ein Kind, wenn es dann erwachsen wird, noch frei denken können? Gar nicht, es kennt nix anderes, ihm wurde von überall eingetrichtert, die Religion der Eltern ist die richtige und wird nix anderes mehr können.
Nein, Neutralität heißt: Gar kein Religionsunterricht, weder katholischen, noch jüdischen, noch scientologischen (warum will Schäuble den eigentlich nicht?) , noch islamischen, noch sonsteinen. Religionsunterricht heißt nur eines: Dem Kind wird eine Religion aufgezwungen. Das darf nicht sein! Meines Erachtens ist Religionsunterricht nicht nur ein Verstoß gegen das Neutralitätsgebot des Staates, sondern sogar gegen die Religionsfreiheit selbst, denn wenn einem Kind, welches das noch nicht versteht und noch keine Religion wählen kann, weil es das nicht versteht, eine Religion aufgezwungen wird, wird ihm damit indirekt die Freiheit genommen, sich selbst darüber Gedanken zu machen, wenn es alt genug ist, weil es dann nicht mehr frei denken kann.
Ja, die Neutralität des Staates muss gewahrt bleiben, aber nicht dadurch, dass noch ein anderer Religionsunterricht geschaffen wird, sondern indem Religionsunterricht (wie viele andere ungerechtfertigte und ungerechte Sonder- und Vorzugsrechte einiger Religionen) abgeschafft wird.
Ihr, Euer
M a i k





Donnerstag, 13. März 2008 um 2:23 |
Ähm, welche Schule bietet denn bitte jüdischen Religionsunterricht an? Davon abgesehen gibt es auch keinen buddhistischen Religionsunterricht, ebenso keinen hinduistischen und für alle anderen, im Beitrag nicht erwähnten, Religionen haben auch keinen speziellen Religionsunterricht. Warum sollte man also für den Islam eine Ausnahme machen? Ganz davon abgesehen, dass Religionsunterricht generell abgeschafft werden und lediglich kleiner Teil des Geschichtsunterrichts werden sollte (wodurch es dann ohnehin keinen Religionsunterricht mehr gäbe, der auf eine bestimmte Religion ausgerichtet ist).
Ansonsten stimme ich dir, Maik, voll und ganz zu. Ein Kind sollte nicht bereits in der Schule mit Religionspropaganda “bombardiert” werden. Stattdessen sollte, wie oben erwähnt, die Religion, sachlich und neutral als Teil des Geschichtsunterrichts stattfinden, sodass das Kind dann später im Erwachsenenalter selbst entscheiden kann, ob und welche Religion die Richtige für ihn/sie ist. Darüber hinaus sollte die Religionswahl auch nicht von den Eltern übernommen werden, sondern ebenfalls erst im Erwachsenenalter durch die Person selbst erfolgen (was natürlich die Kirche nicht will, da sie dann kaum noch Mitglieder hätte). Dann würde allerdings vermutlich min. 80% der deutschen Bevölkerung aus Atheisten, bzw. Nicht-Gläubigen bestehen.
Donnerstag, 13. März 2008 um 1:46 |
Kinder werden zwangsläufig von der Weltanschauung ihrer Eltern massivst beeinflusst. Das hat auch nichts mit Indoktrination zu tun, sondern beruht auf der natürlichen Beziehung zwischen Eltern und Kind. Das Kind hat schon von sich aus das angeborene Verhalten, sich ein Vorbild an den Eltern zu nehmen. Und wenn die Religion der Eltern ein integraler Bestandteil ihres Lebens ist, dann wird das auch für das Kind vorerst mal so sein, auch wenn es sich später vielleicht anders entscheidet.
Das Kind wird auch Fragen stellen, die von den Eltern auch beantwortet werden müssen. Wenn dein Kind dich fragt, ob es einen Gott gibt, wirst du auch nicht sagen: “Tut mir leid, das darf ich dir nicht sagen. Denn das musst du dann selbst entscheiden, wenn du erwachsen bist.”.
Alle Eltern haben natürlich selbst auch ein Interesse, dass das Kind ein Wertesystem annimmt, das dem ihrigen ähnelt. Das gehört nunmal zur Erziehung dazu und ist nichts verwerfliches.
Und der Staat hat verständlicherweise auch ein Interesse, dass ein Kind auch das Wertesystem (Grundgesetz usw.) unserer Gesellschaft annimmt. Dazu kann ein Religionsunterricht seinen Beitrag leisten, indem er die Kompabilität einer Religion und unserer Gesellschaftsordnung aufzeigt. Wenn es da aber unüberbrückbare Differenzen gibt, wie das bei dem Islam möglicherweise der Fall ist, dann muss das natürlich diskutiert werden. Religionsunterricht muss natürlich das Ziel haben, unseren Rechtsstaat in gewisser Weise zu unterstützen.
Aber da muss man aufpassen, dass der Staat nicht zu tief eingreift. Das kann bis hin zu Massenmanipulationen führen, wie es z.B. die Nazis gemacht haben. Dem Staat müssen klare Grenzen gesetzt werden. Die Eltern sind da immer noch die zuverlässigsten Erzieher.
Donnerstag, 13. März 2008 um 2:58 |
Ersteinmal: Unsere Werte haben absolut nichts mit Religion zu tun. Und du glaubst doch nicht wirklich, dass ein Lehrer, der von der Kirche, nicht vom Staat, ausgesucht wird, aufzeigt, wo seine Religion Fehler hat? Er wird diese eher als Fehler der Gesellschaft aufzeigen und dies den Kindern beibringen. Und werden die Werte in Religion unterrichtet, kommt noch mehr der Glaube auf, unsere Werte kommen aus Religionen. Es ist ein Irrglaube, wenn jemand denkt, unsere Werte kommen von Religionen. Hier muss Aufklärung geleistet werden.
Ja, es ist evolutionär bedingt, dass Kinder Eltern und Erwachsenen glauben. Wenn aber von allen Seiten indoktiniert wird, ja, es ist Indoktrination, wenn ein 4-jähriges Kind gezwungen wird, zu beten, eine Kinderbibel und sonstwas zu lesen pp., weil es ja sooo gut ist, dann wird es später nicht mehr frei denken können.
Und es ist ein himmelweiter Unterschied, einem Kind Fragen zu beantworten oder ihm von klein auf, wo es noch absolut nicht selbstständig denken kann, eine Fiktion als Wahrheit aufzuzwingen (und gleichzeitig die anderen gleich unwahrscheinlichen und unbewiesenen Fiktionen als Falsch abzutun).
Wenn ich ein vielleicht 8-jähriges Kind, und das kann einfach noch keine Entscheidung treffen, welche Religion es folgen würde, genau wie es noch keine politische Richtung haben kann, mit Kopftuch sehe, dann wird mir ehrlich gesagt schlecht. Das Kind trägt das nur, weil die Eltern es ihm auferlegen, das hat keinen freien Hintergrund.
Und genau dieser Indoktrination darf der Staat keine Unterstützung leisten. Bedauerlicherweise wurde genau das auf der Islamkonverenz beschlossen.
Ganz simple Frage, insbesondere an Herrn Schäuble: Wollen Sie einen Scientology-Unterricht und einen Fliegendes-Spaghettimonster-Unterricht und einen Himmlische-Teekanne-Unterricht und einen Ba’al-Unterricht? Nein? Ich auch auch nicht, aber bei mir ist die Begründung klar. Wie ist die Ihre?
Donnerstag, 13. März 2008 um 9:29 |
Erzähl mir mehr vom wahren Glauben!
Spaß beiseite. Natürlich kann man auch Werte haben, ohne sich einer der gängigen Religionen zugehörig zu fühlen. Ich sagte, dass das Wertesystem unserer Gesellschaft mit den Religionen kompatibel gemacht werden muss. Die meisten Religionen, die ich kenne, beinhalten jedenfalls ethische Werte.
Aber macht nichts, der Begriff “Religion” ist etwas schwammig, da kann es leicht zu Missverständnissen kommen.
Würde mich genauer interessieren, was du unter “Fehler” verstehst.
Also ich kann aus meiner Erfahrung (evangelischer Religionsunterricht) berichten, dass da sehr wohl die nicht so ruhmreiche Kirchengeschichte betrachtet wurde, z.B. die Kirche unter der Nazidiktatur. Des weiteren hat man sich auch “historisch-kritisch” mit der Bibel auseinandergesetzt. Ebenso wurden auch (ohne eine Wertung zu treffen) andere Religionen behandelt.
Ich bin ehrlich gesagt auch kein großer Fan von Mr. Schäuble, aber zu seiner Verteidigung möchte ich noch sagen, dass er moslemische Eltern kritisiert hat, die z.B. ihre Mädchen nicht in den Sportunterricht schicken. Ich nehme ihm das ab, dass es ihm um die Gleichbehandlung von Religionen geht und der Integration von Moslems in unsere Gesellschaft, so gut das eben geht.
Ich frage mich natürlich auch, ob Islamunterricht einen angemessenen Inhalt haben kann, der mit unserer Grundordnung kompatibel ist (z.B. Gleichberechtigung von Mann und Frau) und der die Kinder zu mündigen Bürgern erzieht. Aber grundsätzlich kann ein Islamunterricht nicht verboten werden.
Mein Glaube jedenfalls hat einen unglaublich positiven Effekt auf mein Leben (und auch auf mein Umfeld). Schon allein deshalb werde ich das als verantwortungsbewusster Vater später meinen Kindern nicht vorenthalten wollen.
Achja, was ist mit Kindern, die gezwungen werden, dieses Buch zu lesen? Da wird dir doch bestimmt auch ganz schlecht, oder?
Gruß, Philip
Freitag, 14. März 2008 um 12:32 |
Offtopic, aber kurz: Nein, ich bin auch dagegen, Kindern das “Ferkelbuch” aufzuzwingen. Denn dann wird es ja doch in das Thema reingezwungen und muss, bevor es das Thema verstehen kann, wieder irgendwas aufnehmen und wird es garantiert falsch verarbeiten und soweiter. Das “Ferkelbuch” kann für mich allesfalls nur für solche Kinder dienen, die bereits durch eine Religion indoktriniert sind.
Zurück zum Religionsunterricht: Ja, geschichtliche Fehler, die nunmal unübersehbar sind (zB die Zusammenarbeit Vatikan und Hitler, die ja einen noch heute gültigen Vertrag geschlossen haben, auf den sich die Kirche noch heute beruft) muss der Unterricht ja zeigen. Aber so interne Fehler, also alles, was zum fiktiven Teil gehört, das wird schöngeredet. Du wirst es kaum glauben, aber ich hab einige wenige Jahre auch (in Berlin freiwillig) einen Religionsunterricht besucht, auch wenn ich damals schon nicht an Gott glaubte (bin nur wegen nem Kumpel hin und das ist was ich meine, selbst mit 14 versteht man Religion nicht genau). Und dort wurde zB über die Zehn Gebote geredet… Kein einziges negatives Wort ist gefallen. Dabei zeugen schon die 10 Gebote von Egoismus und Undurchdachtheit. Aber die 10 Gebote sind jetzt nicht das Thema. Es geht darum, dass die eigene Religion soweit es geht beschönigt wird. Die Existenz Gottes wurde gleich mal, obwohl er unwahrscheinlich und unbewiesen ist, als gegeben vorausgesetzt. Nix mit Neutralität und Selbstkritik. Einmal haben wir das Thema Gewalt gehabt. War richtig, was dort gesagt wurde, aber das gehört in die allgemeine Schulbildung, nicht nur in den Religionsunterricht. Aber als wir bei dem Thema waren, wurde von der Gewaltverherrlichung in Bibel und anderen heiligen Schriften, nicht ein Wort verloren. Und andere Religionen neutral betrachten kann man, wie Randy sagte, auch in Geschichte.
Wenn es wirklich um Gleichberechtigung geht, wirst du sicher meine letzte Frage beantworten können: Warum kein Scientology-Unterricht, warum kein Fliegendes-Spaghettimonster-Unterricht, warum kein Himmlische-Teekanne-Unterricht, warum kein Hinduismus-Unterricht und so weiter und so fort. Nein, gleich behandeln kann der Staat Religionen nur, indem er alle Religionen nicht unterstützt.
Und man kann auch ohne Glauben ein schönes Leben führen, ein freieres sogar.
Freitag, 14. März 2008 um 3:10 |
Zu der Frage:
Man kann für eine Religionsgemeinschaft mit 100 Schulkindern deutschlandweit keinen Religionsunterricht einführen. Das ist nicht praktikabel. Dafür gibt es dann andere Lösungen.
Das ist ja auch momentan ein Problem beim Islam: es geht da momentan zu inhomogen zu, als dass man einen einheitlichen Unterricht draus machen könnte.
Scientology fällt etwas aus dem Rahmen. Das ist keine Religion, sondern ein menschenverachtender Psychokonzern.
Bei uns im Reli-Unterricht wurde viel darüber diskutiert, ob Gott existiert, oder nicht.
Und die Bibel verherrlicht keine Gewalt, es sei denn, man will sie bewusst missverstehen. Aber is ein anderes Thema.
Stell dir mal vor, ich wurde von meinem Großvater mit Fußball indoktriniert und mit ins Stadion genommen. Und seitdem bin ich Fan dieses Fußballclubs. Furchtbar, oder?
Mit Jesus kann man ein freieres Leben führen, als ohne ihn. Aber ist auch wieder ein anderes Thema.
Freitag, 14. März 2008 um 3:56 |
Wenn ich aber mal nicht ins Stadion gehe, kommt keine böse Stimme im Kopf (oder aus der Kirche) und ermahnt mich. Schließlich ist es nix böses, dem Fußball abzukehren. Im Islam steht auf die Abkehr die Todesstrafe, bei den Katholiken kann man einmal getauft (selbst von irgendeinem Mädchen, ohne dass man es will) aus deren Sicht nie wieder raus. Dein Opa wird dir sicher nicht indoktrinieren, dass du in eine Hölle kommst, wenn du nicht brav Fußball verfolgst (und ja, dann wäre auch das falsch). In sofern ist das ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen.
Ich sehe keinen unterschied zwischen Kirche und Scientology. Beide verbreiten Geschichten, die gleich unbewiesen und unwahrscheinlich sind.
Zum Inhalt der Bibel verweise ich auf http://maiktrek.wordpress.com/2008/02/22/bibel-nichts-fur-kinder/
Und nein, mit Jesus kann man kein freieres Leben führen, weil man Regeln unterworfen ist, denen man sonst nicht unterworfen ist (Verbot von Homosexualität, nur als Beispiel oder allein die Zeit, die man investieren muss, ob man will oder nicht). Aber das wird jetzt wirklich Offtopic.
Sonntag, 16. März 2008 um 5:14 |
Der Vergleich mit Fußball ist meiner Meinung nach kein hinkender Vergleich, denn schließlich nimmt auch Fußball bei manchen religiöse Züge an. Und in diesen Kreisen kannst du auch sicher mit gesellschaftlicher Ausgrenzung rechnen, wenn du “deinen Club” wechselst. Dass aber die paar Spinner mit den friedlichen Massen in einen Topf geschmissen werden, ist nicht okay.
Ich bin übrigens weder Moslem noch Katholik, von daher betrifft mich die Kritik sowieso nicht.
Aber was mache ich hier eigentlich? Meinetwegen brauchen wir keinen Religionsunterricht. Ich persönlich habe dort sogar eher Glauben verloren als gestärkt. Von daher würde meinesgleichen vermutlich die Abschaffung des Religionsunterrichts sogar entgegen kommen. Ich habe nur was geschrieben, weil ich den Vorwurf, dass der Staat sich an Indoktrination beteiligen würde, absurd finde. Es kommt nämlich grundsätzlich auf den Inhalt des Unterrichts an.
Mir kommt es so vor, als ob du was grundlegendes am Christentum nicht verstanden hast, deshalb will ich darauf nochmal eingehen. Jesus sagt: “Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht”. Also ist jeder mal gefangen mit diesen Dingen, von denen er nicht lassen kann. Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich Dinge tue, die ich nicht tun möchte. Ich möchte z.B. niemand verletzen und ich möchte nicht in irgendeiner Sucht gefangen sein usw. und trotzdem kann ich nicht davon lassen. Aber Jesus kann mich davon befreien und er hat es auch getan und dafür bin ich ihm ewig dankbar.
Christentum bedeutet auch nicht, einem Regelsystem unterworfen zu sein, sondern tatsächlich hat uns Jesus auch davon befreit. Es bleiben noch zwei Gebote, in denen alles enthalten ist: Gott lieben und deine Mitmenschen lieben. Da kann nicht wirklich jemand was dagegen haben, wenn man sich danach richtet und trotzdem wird man schief angeschaut.
In unserer modernen Streitkultur würde man auf diesem Vergleich jetzt so lange rumreiten, bis du mit deiner Meinung völlig isoliert dastehst. Ich habe an sowas aber kein Interesse, würde dir aber raten, dass du nochmal darüber nachdenkst und dich mal über Scientology informierst.
Sonntag, 16. März 2008 um 9:26 |
Ich denke, du verstehst nicht, worum es geht: Es geht darum, dass Kindern, die etwas nicht verstehen können, ein Glaube aufgezwungen wird, etwas total unbewiesenes und unwahrscheinliches als Wahrheit verkauft wird. Und daran darf der Staat nicht teilhaben.
Noch ne Simple Frage: Was machst du, wenn dein Kind plötzlich ankommt, es hätte einen unsichtbaren Freund und das ist nicht nur ein Kurzzeitphänomen? Würdest du es anhalten, es soll diesen Freund bewahren? Gott ist nix anderes. Was du machen würdtes ist: “Kind, das da [in die Luft zeigen] ist Hänschen, dein neuer [unsichtbarerer] Freund. Er ist ganz traurig, wenn du dich nicht um ihn kümmerst…” und das über Jahre.
Und ja, ich weiß, dass Scientology Schrott baut. Und ich weiß, dass Scientology ihre “Kunden” mit schrecklichen Mitteln “kauft”. Ich bin aber nicht so blind und übersehe, dass die Kirche auch nur Macht an sich zieht und dass das Reinerziehen von Kindern in den Glauben, genauso ein abartiges Bindungsprogramm ist.
Und ich weiß, dass es Scientology nur ums Geld geht. Aber ich weiß auch, dass die Kirche sich viel Geld vom Steuerzahler (nicht gemeint die Kirchensteuer) zuschießen lässt… also auch von Atheisten.
Um es kurz zu sagen: Ich weiß, dass Scientology noch viel schlimmer ist als die Kirche. Das heißt aber nicht, dass “weniger schlimm” = “nicht schlimm” ist. Und wenn beim Fußball wirklich einer deinen Kopp einhaut, weil du nicht mehr so recht willst, dann zeigt es doch nur eines: Der Mensch ist dumm.
Montag, 17. März 2008 um 2:55 |
Dies kann ich so ehrlich gesagt so gar nicht akzeptieren. Für viele Menschen ist die Scientology ebenso eine Religion, wie für katholiken die katholische Kirche. Die Ziele und “Richtlinien” mögen anders sein und für viele so wirken, als seien diese nur ein Psychokonzern, jedoch sehen das Menschen, die stolz darauf sind, dort Mitglieder zu sein, anders. Und warum sollte die Kirche nicht auch ein Psychokonzern sein, schließlich redet sie den Menschen äußerst viele Märchen ein und kann durchaus die Psyche eines Menschen maßiv beeinflussen. Und gleichzeitig muss man doch bedenken, dass die Scientology-”Kirche” durchaus auch Gutes geleistet hat. So ist sie nämlich die einzige “Religion”, die aktiv die Verabreichung der Droge Ritalin an Kindern bekämpft. Ohne die Scientology nun gutheißen oder schönreden zu wollen, ist dies aus meiner Sicht sehr lobenswert.