Weiteres Schüren von Angst
Samstag, 29. März 2008Bayern und die USA haben eine Vereinbarung zum direkten Datenaustausch der Sicherheitsbehörden, ohne der Zwischenschaltung der Bundesrepublik, geschlossen. Bezüglich meine Datenschutzrechtlichen Bedenken kann ich nur auf meinen früheren Eintrag verweisen. Auch hier gilt, wenn sich durch den Überwachungswahn des (diesmal nicht Bundes-) Staatsminister für Inneres von Bayern irgendwelche Profile von Bürgern angesammelt haben, könnte der nächste USA Aufenthalt spannend werden. Aber darüber will ich mich jetzt nicht erneut auslassen. Es geht jetzt um den (angeblichen) Grund: Terror.
Genauso hat das BKA wegen diesem Islamkritischen Film dieses Niederländers eine erhöhte Terrorgefahr befürchtet.
So sieht es doch mittlerweile fast jeden Tag in der Politik und den Medien aus: Terror, Terror, Terror.
Für mich heißt das nur eines: Es werden Ängste geschürt. Und genau das ist es ja, was der Terrorismus will: Wir sollen Angst haben. Millionen werden in die Terrorbekämpfung gesteckt. Jeden Tag wird dem Bürger erneut gesagt, wie gefährlich der Terror ist. Aber das Autoherrsteller ein 10-Cent-Anschnall-Warnlämpchen zu teuer finden und deshalb lieber weglassen, das interessiert keinen. Dass aber durch kleinere Sicherheitsmaßnahmen, die kaum was kosten, tausende Menschen mehr gerettet werden, als jede Anti-Terror-Maßnahme, bedenkt keiner. Dass in den letzten 7 Jahren 200 mal mehr Menschen im Krankenhaus durch falsche Medikamente als durch Anschläge gestorben sind, da sagt auch keiner was. Alle Menschen haben heute Angst vor Terror. Warum hat aber keiner Angst, wenn er ins Auto, in den Zug oder ins Flugzeug steigt, ins Krankenhaus gebracht wird pp.? Es sterben ständig etliche Menschen mehr im Verkehr, als jemals seit 9/11 durch den Terror gestorben sind. Trotzdem haben alle Menschen nur Angst vor dem Terror.
Was heißt das? Politik und Medien sollen aufhören, Ängste zu schüren. Wenn Politik und Medien so weitermachen und unsere Ängste schüren, dann präsentieren die uns den Terroristen auf dem Silbertablett. Die Terroristen wollen Angst und Schrecken verbreiten. Politik und Medien unterstützen die dabei ziemlich gut.
Ich kann da nur auf einen Artikel von Quarks & Co verweisen, der dieses psychische Problem der Angst gut darstellt: Angst, die gefährlichste Waffe der Terroristen.
Drum kann ich nur den Ratschlag des dort zitierten Politikwissenschaftlers weitergeben: Ruhig bleiben, nicht in Panik versetzen lassen. Wir und damit auch die Politik, müssen Terroranschläge so behandeln, wie jedes Ereignis, welches leider Menschenleben kostet (ohne diese natürlich zu beschönigen). Man muss da sachlich rangehen, ohne Panik zu verbreiten und angebliche Sicherheitsgesetze zu erlassen, deren Wirkung mehr Schaden anrichtet als Schutz bringt.
Ihr, Euer
M a i k
Verfasst von maiktrek



